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  AKTUELL +++ Meldungen aus aller Welt +++ Meldungen ISLAND
        Lachszüchter Landeldi erntet erstmals
Landeldi, Betreiber einer landgestützten Lachsfarm im Südwes- ten von Island, in Thorlakshofn, hat erstmals geerntet, meldet IntraFish. Die rund 50.000 Lachse – 110 t (ausgenommen) mit einem Durchschnittsgewicht von 3 kg – seien nach Großbri- tannien und Irland, aber auch nach USA und Kanada verkauft worden, teilte Eggert Kristoferssen mit, der 2022 Vorgänger Halldor Olafur Halldorsson als CEO abgelöst hatte. Das Feedback von Kunden in LEH und Foodservice sei bislang gut. Landeldi- Projektmanager Jonas Halldorsson erklärte, dass es sich bei
95 % der Lachse um Fische in Superior-Qualität gehandelt habe. Für August und Oktober dieses Jahres kündigt Landeldi weitere Ernten in vergleichbarer Größenordnung an.
ECUADOR
Sinkende Preise und höhere Kosten belasten Shrimp-Produzenten
Die Shrimp-Produzenten in Ecuador leiden unter einer Kom- bination aus steigenden Kosten und sinkenden Preisen – eine Entwicklung, die die Branche ersthaft gefährde, warnt der Direk- tor der Nationalen Kammer für Aquakultur (CNA), José Antonio Camposano. 99 % der in Ecuador produzierten Shrimps werden exportiert. Und obgleich die Exporte des Landes in den ersten vier Monaten 2023 um 21 % gegenüber dem Vorjahreszeit- raum auf 858 Mio. Pound stiegen, sieht Camposano die 30.000 Arbeitsplätze der Branche in Gefahr. „In Ecuador gibt es 4.300 Shrimp-Produzenten, die ihre Produktionskosten nicht decken können, was bedeutet, dass ihr Betriebskapital knapp wird oder bereits verbraucht ist“, sagt der CNA-Direktor.
IRLAND
Mowi beendet Lachsverarbeitung
Der weltgrößte Lachsproduzent Mowi wird zum Oktober in Irland die Weiterarbeitung der in seinen dortigen Farmen gezüchteten Lachse einstellen, meldet IntraFish. Unklar sei, wieviele Beschäftigte in der Fabrik in Rinmore (County Done- gal) betroffen seien. Dort wird Biolachs für die Marken The Irish Organic Salmon Co. und Donegal Silver geschnitten. Mowi Ireland ist die kleinste Tochtergesellschaft des Lachsproduzen- ten, der weltweit in 19 Ländern aktiv ist. Während das Mowi- Geschäft insgesamt boomt, fiel der Betriebsgewinn in Irland um 48 % auf 1,3 Mio. Euro. Die Ursache: eine Kostenexplosion, ausgelöst durch Quallenangriffe, die Lachskrankheit SRS und inflationär gestiegene Futterpreise.
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FischMagazin 8/2023
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