Page 46 - Parkett-Star-2024
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 PARKETT PREUSS, BONN
Drei sind sich einig
Gleich zwei Söhne sichern bei Parkett Preuß die Nachfolge: In der ersten Januar-Woche 2023 markierte eine Umfirmierung den Generationswechsel von Manfred Preuß auf seine Söhne Leon und Marius Preuß. Die gleichberechtigten Partner sind zu diesem Zeitpunkt längst ein gut eingespieltes Team, das auch bürokratische Hürden zu meistern versteht. Das ist ein vorbildlicher Generationswechsel, war die Parkett Star-Jury sich einig.
Leon, Manfred und Marius Preuß führen das Familienunternehmen seit Januar 2023 als gleichberechtigte Partner.
KATEGORIE
VORBILDLICHER GENERATIONS- WECHSEL
IM HANDWERK
Wenn sich zwei Söhne einig sind, dass sie den elterlichen Handwerksbetrieb gemein- sam in die Zukunft führen wollen, könnte im Grunde alles ganz einfach sein. Könnte, wäre da nicht ein erheblicher bürokratischer Auf- wand, wie ihn die Familie Preuß bei der Pla- nung der Übergabe ihres Unternehmens von der zweiten an die dritte Generation durch- lebte. „Da Parkett Preuß bis Ende 2022 als Einzelunternehmen geführt wurde, musste strategisch beschlossen werden, in welcher Firmierung unser Unternehmen in den kom- menden Jahrzehnten weitergeführt werden soll“, schildert Marius Preuß im Nachgang die damalige Ausgangssituation. Weil steu- errechtliche Fallstricke lauerten, war guter Rat gefragt: Rechtsanwälte, Steuerberater, Kollegenbetriebe sowie zuguterletzt noch ein auf Unternehmensübergabe und Umfirmie- rung spezialisiertes Beratungsunternehmen wurden hinzugezogen. „Als der Plan für die Umfirmierung endlich stand, haben wir ihn
akribisch abgearbeitet“, sagt der 28-Jährige. „Besonderes Augenmerk haben wir sowohl bei der Planung als auch bei der Abwicklung darauf gelegt, keine steuerlichen oder rechtli- chen Fehler zu begehen.“
In der ersten Januar-Woche 2023 war es dann soweit: Die Erstellung der Bilanz 2022 und die Gründung der Parkett Preuß GmbH setzten den Markstein für den Generationswechsel von Manfred Preuß auf seine beiden Söhne Leon und Marius Preuß. Erste Gesellschafter- anteile wurden überschrieben, weitere sollten – angepasst an die weitere wirtschaftliche Ent- wicklung des Handwerksunternehmens – nach und nach folgen. Alle drei sind seither vertre- tungsberechtigte Geschäftsführer. „Uns war die gleichberechtigte Partnerschaft von Beginn an wichtig „, erklärt Leon Preuß. „Außerdem ha- ben wir gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden Wert auf eine transparente Kom- munikation der Nachfolgeregelung gelegt.“
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Der am rechten Bonner Rheinufer gelegene Innungsbetrieb arbeitet in einem Radius von Köln bis Koblenz größtenteils für Privatkunden sowie für Wohnungsbaugesellschaften.
 Foto: Parkett Preuß
  




















































































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